BAUBIOLOGIE  


Die Baubiologie unterscheidet sich von der Ökologie in einem ganz wesentlichen Punkt: Bei der Baubiologie steht der Mensch als Hausbewohner im Mittelpunkt, in der Ökologie steht die Natur und Umwelt im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Die physische und auch psychische Belastung des Menschen ist im hochtenisierten 21-igsten Jahrhundert immens gewachsen. Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf die ständigen Belastungen durch Strahlung, Schadstoffe in der Luft und den Nahrungsmitteln und den Schadstoffen, die überall in der Wohnung in den Möbeln, Wänden, Fußböden, Geräten etc. vorhanden sind und die Bewohner permanent belasten. Tausende solcher Schadstoffe sind bekannt in ihrer schädlichen Wirkung, unzählige sind auf ihr Gefahrenpotenzial noch nicht untersucht, täglich kommen neue hinzu. Nicht umsonst werden immer wieder hochgiftige Stoffe vom Markt genommen oder verboten, wie beispielsweise das weithin bekannte PCP (Pentachlorphenol), was in Holzschutzmitteln verarbeitet worden ist. Heute verboten, können trotzdem Anstriche aus den 80er Jahren noch stark belastend sein.

Die Liste der Schadstoffe ist lang, der normale Hausbewohner ist kaum in der Lage, unschädliche Materialien aus der heutigen Materialflut herauszufiltern, da selbst bekannte Zeichen wie der "Blaue Engel" im Allgemeinen kein Zeichen für Unbedenklichkeit in biologischer und ökologischer Sicht darstellt.

Zu der Problematik von Wohngiften und Schadstoffen gesellen sich heute immer häufiger Schimmelpilze in Wohnungen, die durch bauphysikalische Mängel in Bauwerken oft einen idealen Nährboden vorfinden. Schimmelpilze bzw. deren Sporen können Allergien auslösen, wobei sie verschiedene Arten giftiger Stoffwechselsubstanzen produzieren, die sie an die Umgebung abgeben und über Luft und Nahrung in den menschlichen Körper gelangen. Schimmelpilzbefall ist deshalb nicht nur ein optisches Problem in Gebäuden, sondern grundsätzlich ein gesundheitliches Risiko.

Ähnlich verhält es sich mit den Wohngiften. Diese können einerseits Allergien auslösen, andererseits auch toxische (giftige) Wirkungen haben. Vom Krebsrisiko über Atemwegserkrankungen, Hormonstörungen, Herz-Kreislaufproblemen, neurologsiche Störungen bis hin zu Organschäden von Leber, Niere und Hirn sind inzwischen viele Zusammenhänge belegt.
 


 

Krankheiten können sicher nicht nur auf die angesprochene Problematik zurückgeführt werden, sondern sind grundsätzlich das Resultat aus der Summe zahlreicher Belastungsfaktoren. Mehr als 100.000 chemische Substanzen und Verbindungen, welche allein in den Bereichen Bauen und Wohnen eingesetzt werden, machen die Situation des modernen Lebens deutlich. Hinzu kommen zunehmend elektrische und magnetische Anomalien im direkten Lebensumfeld.

Wer bereits gesundheitliche Probleme hat oder für die Zukunft möglichst viele Risikofaktoren ausschließen möchte, kommt an einer Analyse seines Wohn- und Arbeitsumfeldes kaum noch vorbei, da hier die meiste Zeit des Lebens verbracht wird. Durch exakte Planungen, Überlegungen und Messungen vor der Errichtung eines Gebäudes können direkt viele gesundheitliche Risiken minimiert werden. Aber auch eine nachträgliche Untersuchung von Wohnung und Arbeitsplatz kann eine deutliche Verbesserung des Umfeldes hinsichtlich Wohngiften und Schadstoffen bewirken.

Das Architekturbüro Dörge entwickelt in Zusammenarbeit mit kompetenten Baubiologen individuelle Konzepte zur Vermeidung und Beseitigung von gesundheitsschädlichen Belastungen, steht Ihnen beratend bei der Materialwahl zur Seite und vermittelt Ihnen fachlich versierte Firmen aus allen Bereichen, die sich mit diesen Problematiken auskennen.
 

 

Tel.: (06631) 918950